• 19Jul
2012

aurelis Real Estate, Eschborn, hat das Projekt Dörnberg-Viertel in Regensburg an die Dörnberg-Viertel Projekt GmbH & Co. KG veräußert. Der Käufer setzt sich je zur Hälfte aus den Gesellschaften Bucher Properties, Grünwald, und Hubert Haupt Beteiligungsverwaltung, ebenfalls Grünwald, zusammen. Ab 2014 entwickelt er hier ein neues Quartier mit 100.000 m² BGF für Wohnraum.

Der Regensburger Westen ist die beliebteste Wohngegend der Domstadt. Häuser unter 500.000 Euro sind hier – auch in schlechteren Lagen – kaum zu bekommen, und besonders exklusive Objekte oder Lagen, insbesondere neben den Parks, kosten weit mehr. Jetzt hat aurelis Real Estate im so genannten „Inneren Westen“ ein neues Baugebiet auf den Markt gebracht. Noch vor gar nicht so langer Zeit kurvten hier, direkt neben der Bahntrasse, Lkws herum, luden Logistiker Waren aus und Lagerarbeiter verwalteten sie in Lagerhäusern. Der 23 ha große, brachliegende ehemalige Güterbahnhof zwischen der Kumpfmühler Brücke und der Dechbettner Brücke bot ausreichend Platz für bahnaffine Nutzungen mit Logistik- und Lagerbezug.

Vor allem Wohnraum entsteht im Dörnberg-Viertel

Hier sollen in den nächsten Jahren nicht nur Wohngebäude, sondern auch Gewerberaum und Nahversorgungseinrichtungen entstehen. Insgesamt entfallen laut dem bisherigen Stand der Planung 100.000 m² BGF auf Wohnraum, 17.450 m² BGF auf Gewerbeflächen sowie 17.200 m² BGF auf das Quartierszentrum. Zwischen den unterschiedlichen Gebäudetypen sind großzügige Grünflächen vorgesehen. Realisiert werden sie von der Dörnberg-Viertel Projekt GmbH & Co. KG, die das Areal von aurelis erworben hat. Die Transaktion vermittelt hat BL Immobilien aus Regensburg. Die Münchner brixx projektentwicklung begleitet die Entwicklung des Areals weiter.

Mit Hilfe eines beschränkten Ideenwettbewerbs, den die aurelis mit der Stadt im Frühjahr 2011 ausgelobt und den Ammann Albers StadtWerke, mit Schweingruber Zulauf Landschaftsarchitekten, beide Zürich, gewonnen hatte, entstanden erste Planungsideen für das Areal. Dieses Ergebnis bildet die Grundlage der nun anschließenden Planungsschritte respektive der Änderung des Flächennutzungsplans und der Aufstellung des Bebauungsplans. Letztere wird voraussichtlich 2013 beschlossen, sodass die Bauarbeiten für das neue Quartier ab 2014 beginnen können.

Die jetzigen Eigentümer des Entwicklungsgebiets möchten die bisherigen Planungen zusammen mit der Stadt weiterverfolgen. Bis 2017 wollen sie den ehemaligen Güterbahnhof in ein neues Stadtquartier verwandelt haben.

Von hier aus sind es nur wenige Gehminuten respektive ca. 500 m zur Altstadt. Die Steinerne Brücke liegt etwa 2 km entfernt, die Universität Regensburg ebenfalls. Der Stadt- und Schlosspark befindet sich in unmittelbarer Nähe. Es gibt eine direkte ÖPNV-Anbindung zum rund 1,5 km entfernten Hauptbahnhof und eine gute PKW-Anbindung zu den Autobahnen. Im Westen des Quartiers ist ein Anschluss an die A 93.

Als erste neue Ansiedlung im „Inneren Westen“ von Regensburg errichtet der Mittelbayerische Verlag östlich der Kumpfmühler Brücke seinen neuen Firmensitz. Ab dem Jahr 2013 werden in dem nun entstehenden Neubau die Redaktion, die Verlagsabteilungen und die Verwaltung des Medienhauses arbeiten.

Den Auftakt der Entwicklung des Dörnberg-Viertels stellt der Bau des Quartierszentrums an der Kumpfmühler Brücke dar. Dieses soll als urbaner Platz mit Gastronomie und Nahversorgungsmöglichkeiten die Verbindung zwischen den Grünanlagen und der Innenstadt darstellen und sich als Stadteingang präsentieren. Das auf bis zu acht Geschosse ausgelegte Quartierszentrum integriert im Erdgeschoss Gastronomie, Nahversorgung und Dienstleistungsangebote. Die genaue Nutzung der Obergeschosse steht noch nicht fest. Hier sind sowohl ein Hotel denkbar als auch Büros, Praxen oder Kanzleien.

Sport- und Freizeiteinrichtungen lockern das Areal auf

Westlich vom Quartierszentrum entstehen im Anschluss drei Wohnquartiere inmitten von Grünzonen, die die Siedlung fingerartig durchziehen und mit den verschiedenen Parks der Altstadt verbinden. In den Wohngebieten ist eine Verkehrsberuhigung geplant. Als Sport- und Freizeiteinrichtungen sollen Fuß- und Basketballfelder sowie mehrere Spielplätze für Kinder angelegt werden. Auch ein Netz aus Spazier- und Radwegen ist vorgesehen. Im Süden soll das Gelände zu den Bahngleisen hin so modelliert werden, dass ein guter Schallschutz für das Areal gewährleistet ist. Den westlichen Abschluss des Viertels bieten innenstadtnahe Gewerbeflächen. Die Größe und der Zuschnitt der Grundstücke lassen sich flexibel an die Bedürfnisse der künftigen Nutzer anpassen.

Die Erschließung des neuen Quartiers erfolgt über die verlängerte Ladehofstraße. Von ihr aus schließen verkehrsberuhigte Anwohnerstraßen die einzelnen Wohnquartiere an.

Von Christine Ryll
IZ Aktuell, Regensburg, 19.07.2012