• 12Mrz
2014

Die Konzeption für das Dörnberg-Viertel ist beschlossene Sache – wenn auch „nur“ in einem Planspiel, bei dem sich FOS-Schüler besonders engagierten.

Regensburg. Von der Entwicklung des Bebauungsplans bis zur finalen Ergebnispräsentation: Die Planung des Dörnberg-Viertels im Inneren Westen war, auch wenn sie in diesem Fall nur gespielt war, der Realität ganz nah. Mal wurden Infoveranstaltungen zum Projekt abgehalten, mal debattierte man im Stadtrat über diesen und jenen Punkt, mal berichtete die Presse darüber, wie es um den aktuellen Planungsstand bestellt ist. Und: Zufriedener hätten die Veranstalter von der „Dörnberg-Viertel Projekt GmbH“ kaum sein können, so sehr hatten sich die FOS-Schüler der 12. Klasse in ihren unterschiedlichen Rollen für das Planspiel hereingekniet. Einen Tag lang ahmten sie jene Vorgänge nach, die sich bei Projekten wie dem Stadionbau oder beim Südzucker-Areal erst vor kurzem ereignet hatten.

Der „OB“ mischte munter mit

In der Praxis sah das folgendermaßen aus: Wie im „echten Leben“ gab es ein Leitungsteam sowie einen Oberbürgermeister, der die Diskussion im Stadtrat leitete. Auch an die Nachbarn, die mit den Plänen weniger einverstanden waren, hatten die Veranstalter gedacht. Dass der Stadtrat am Ende des Spiels die Planung mit einigen Änderungsvorschlägen durchwinkte, war die logische Konsequenz.

Letztendlich sollte das Spiel beweisen, dass auch „Otto Normalbürger“ Liebe zu den Planungsdetails zeigt: An das studentische Wohnen und die Kindertagesstätte wurde ebenso gedacht wie an eine ausreichende Zahl an Sozialwohnungen.

Ein Nahversorgungszentrum sollte her, Grün- und Spielflächen ebenfalls, ferner ein Lärmschutzwall für die Anwohner. Statt reine Bürogebäude ins Auge zu fassen, plädierten die Projektplaner lieber für Wohnhäuser mit integrierten Büroräumen. Auch eine gewerbliche Nutzung sollte es geben – mit entsprechender Busanbindung und ausreichend Parkplätzen. „Meine Rolle als Projektleiter hat mir heute sehr viel Spaß gemacht“, blickte Konstantin Sprenger zufrieden zurück.

Planer mit ihrer Arbeit zufrieden

„Es war spannend, selber einen Bebauungsplan zu entwerfen und sich mit all den Details und Kleinigkeiten auseinanderzusetzen.“ Trotz der Kürze der Zeit habe man einen „ordentlichen Vorschlag zum bestmöglichen Quartier“ gemacht, befindet er.

Auch für diejenigen, die im Spiel in die Rolle des Bürgers schlüpften, war der Projekttag lohnenswert: „Mich hat überrascht, wie viele Möglichkeiten der Bürger doch hat, seine Meinung einzubringen. Sei es jetzt über eine Bürgerversammlung, über das Bürgerbegehren oder einen Bürgerbescheid“, urteilte Florina Ademaj.

Daniel Steffen
Mittelbayerische Zeitung, 12.03.2014